Wer kennt es nicht: Die knackig-scharfen Radieschen werden für einen frischen Salat verwendet und die grünen Blätter landen meist als Abfall direkt in der Biotonne. Nicht nur im Sinne des »Zero Waste«-Gedankens muss das nicht sein, denn Radieschenblätter sind nicht nur essbar, sondern auch eine perfekte Basis für ein würziges Pesto. Dieses Rezept zeigt, wie man aus dem vermeintlichen Küchenabfall eine köstliche und zugleich nachhaltige Delikatesse zaubern kann.
Die Radieschenblätter haben einen eher kräftigen und würzigeren Geschmack, der hervorragend mit den Aromen des Parmesans harmoniert. Damit ist dieses Pesto nicht nur eine tolle Alternative zum eher gewöhnlichen Basilikumpesto, sondern auch eine schmackhafte Möglichkeit, den ganzen Radieschenbund zu verwerten. Zero Waste und lecker!
Für 1 Glas à 230 ml
ZUTATEN FÜR DAS RADIESCHENBLÄTTER-PESTO:
- Blätter von einem Bund Radieschen (ca. 1-2 Handvoll)
- 50 g Nüsse (z.B. Walnüsse, Pinienkerne oder Mandeln)
- 50 g frisch geriebener Parmesan
- 1 Knoblauchzehe
- 100 ml Olivenöl (nach Bedarf anpassen)
- Salz und Pfeffer zum Abschmecken
ZUBEREITUNG:
- Zuerst die Radieschenblätter gründlich waschen, um Schmutz und kleine Erdpartikel zu entfernen. Dabei darauf achten, dass die Blätter frei von gelben Stellen oder fauligen sind – nur frische Blätter liefern den besten Geschmack. Nach dem Waschen sollten die Blätter auch gut abgetrocknet werden, damit das Pesto nicht wässrig wird.
- Die fertig vorbereiteten Radieschenblätter zusammen mit den Nüssen, dem frisch geriebenen Parmesan und einer geschälten Knoblauchzehe in einen Mixer oder eine Küchenmaschine mit Mixfunktion geben.
- Jetzt alles zusammen fein mixen und dabei langsam schrittweise das Olivenöl hinzufügen, bis eine glatte, geschmeidige Paste entsteht. Die Menge des Öls kann je nach gewünschter Konsistenz angepasst werden – für ein dickflüssigeres Pesto einfach etwas weniger, für ein cremigeres Pesto etwas mehr Öl verwenden.
- Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die leichte Bitterkeit der Blätter harmoniert wunderbar mit der Würze des Parmesans und der Knoblauchnote. Wer Lust hat dem Pesto einen kleinen Frischekick zu verpassen, der gibt einfach einen Spritzer Zitronensaft oder etwas Zitronenschale einer Bio-Zitrone dazu.
Rezeptidee
Das Radieschenblätter-Pesto passt toll zu Pasta – einfach unter die frisch gekochten Spaghetti oder Penne mischen, dann noch etwas Parmesan darüber geben und mit etwas Olivenöl veredeln. Alternativ dazu ist es aber auch ein schmackhafter Brotaufstrich und eignet sich als Dip in Kombination mit gegrilltem Gemüse oder Fisch ebenfalls ausgezeichnet. Experimentierfreudige können bei der nächsten Pizza auch einfach mal die Tomatensauce mit diesem Pesto austauschen. Lecker!
Dieses Rezept beweist, dass vermeintliche Küchenreste nicht immer Abfall sein müssen, sondern auch auf köstliche Weise weiterverwertet werden können! Zudem sind Radieschenblätter reich an Vitaminen und Mineralstoffen und sorgen für einen zusätzlichen Gesundheitskick. Wenn also beim nächsten Einkauf wieder mal Radieschen auf der Liste stehen, dann ganz bewusst auch die Blätter verwenden!
Guten Appetit!