Mit »Bruno« zeigt der Karthäuserhof eine Seite, die man diesem traditionsreichen Weingut mit Ursprüngen im Jahr 1335 vielleicht nicht sofort zutraut. Die Weine der Linie sollen nicht zwingend prominent ihre Herkunft bzw. den Namen des geschichtsträchtigen Weinguts transportieren. Sie sollen vielmehr Neugierde erzeugen, eine neue, junge Zielgruppe erreichen und den Weg ins Glas finden, um getrunken zu werden.
BRUNO Rosé – Das Trio wird zum Quartett
Bereits seit Sommer 2025 präsentiert sich die Linie nicht mehr als Trio, sondern als Quartett: BRUNO Riesling Dry, BRUNO Riesling Kabinett, BRUNO Pinot Blanc und BRUNO Rosé. Letzterer ist der neueste Zugang und wird reinsortig aus Spätburgunder hergestellt. Gleich bleibt der Anspruch an die Qualität, denn diese darf auch im Preissegment um 12 Euro nicht fehlen. Auch optisch wurde einiges neu gestaltet. So sind die Etiketten jetzt bunter und moderner, während das markante Halsetikett auf spielerische Weise die Verbindung zum Weingut Karthäuserhof herstellt. So entsteht ein Auftritt, der im Regal eigenständig aufzufallen vermag, ohne dabei die Herkunft zu verstecken. Bei allen vier Weinen handelt es sich dabei um frische und unkomplizierte Tropfen, die einen kleinen, aber klar abgesteckten Bereich adressieren: Genuss mit erkennbarem Moselcharakter, schöner Frucht, moderaten Alkoholwerten und einem Stil, der nicht erst lange erklärt werden muss. Leichte Trinkfreude mit Qualitätsanspruch.

Wein Wolf neuer Vertriebspartner
Seit dem 1. März 2026 liegt der exklusive Vertrieb in Deutschland bei Wein Wolf. Als potenter Vertriebspartner soll das Unternehmen die Linie nun noch gezielter in den deutschen Markt bringen. Das ist für den Karthäuserhof in Zeiten allgemein schwächelnden Absatzzahlen ohne Zweifel strategisch notwendig. Das traditionsreiche Weingut an der Ruwer erhofft sich so, mit «BRUNO« neue Zielgruppen zu erschließen, ohne seine großen Lagenweine dafür anpassen zu müssen. Für Fachhandel, Gastronomie und Hotellerie ergibt sich zudem die Option eines einfachen Einstiegs in den Kosmos des Hauses – mit klarer Herkunft, aber ohne die mitunter vorhandene Hemmschwelle großer Namen.

Wer die großen Weine des Hauses bereits kennt, findet hier die unbeschwerte, jugendliche Seite des Sortiments. Wem der «Karthäuserhof« noch nichts sagt, bekommt damit einen unkomplizierten Einstieg in die Stilistik des achtältesten Weinguts der Welt. In jedem Fall also ein Format, das gerade in der heutigen Zeit Sinn ergibt und genau deshalb gut funktionieren könnte.
